lernen mit KI: Dein Hirn wird diesen Pro-Tipp lieben.

Stell dir vor, du hast einen Coach an deiner Seite, der gemeinsam mit dir den Lernstoff trainiert – solange, bis du ihn draufhast. Geht! Denn aktives lernen ist mit KI ganz einfach. Das habe ich letztens beim Lesen eines Artikels über die Rolle der Zentralbanken in unserem Geldsystem gelernt!

Denn verstanden hab‘ ich ihn erst, als ich einen alten Tipp zum besseren Lernen beherzigte: Aktiv lernen!

Besser lernen mit KI

Anstatt denselben Absatz wieder und wieder zu lesen, ist es besser, mit jemanden über den Lernstoff zu sprechen. Das muss nicht mal eine Person mit Expertenwissen sein. Denn oft reicht der bloße Austausch, um das Thema mit anderen Augen zu sehen. Aus der neuen Perspektive heraus stellt sich dann oft das Verständnis ein. Aber noch besser lernst du natürlich mit einem Experten. Dabei kann dir KI helfen – und der richtige Prompt.

So lernst du besser

Ausprobiert haben wir diesen Trick zum aktiven Lernen mit den KIs von Open AI und Anthropic. Also chatGPT und Claude. Aber es geht sicher auch mit Gemini oder dem Teil von Microsoft.

Dazu kopierst du den Stoff in das Eingabefenster, bzw. lädst das Dokument mit dem Lernstoff herauf. Solltest du deinen Lernstoff nicht digital vorliegen haben, fotografiere die Buchseiten einfach. Du kannst inzwischen bei allen KIs Fotos heraufladen und sie darum bitten, den Text zu transkribieren. Sobald der Text vorliegt: Lade ihn ins Eingabefenster.

Dann kommt das Wichtigste, der Prompt. Denn nur mit dem richtigen Prompt verwandelst du den Chatbot in deinen Coach für Besseres Lernen. Der wichtigste Bestandteil dieses Prompts zum besseren Lernen ist das Wort „sokratisch“. Denn der griechische Philosoph war dafür bekannt, seine Gesprächspartner im Dialog zur Erkenntnis geleitet zu haben. Genau das verlangst du von der KI. Daher sieht der Prompt für aktives Lernen so aus:

Analysiere den folgenden Text (bzw. den Text im Anhang). Stelle in Form der sokratischen Fragestellung sicher, dass ich den Inhalt des Textes bis ins Detail verstanden habe. Beginne nun einen Dialog mit mir, in dessen Zentrum der Text steht, der jetzt folgt, (bzw. den ich angehängt habe). Hilf mir dabei, den Inhalt aus möglichst vielen Perspektiven zu betrachten. 

Der Prompt funktioniert auch wesentlich kürzer:

Analysiere den Text und beginne danach einen Dialog mit mir, bei dem du in Form der Sokratischen Fragestellung mein Wissen überprüfst.  

Dank dieser Lernmethode habe ich jetzt den Artikel über Zentralbanken verstanden – und sogar Spaß dabeigehabt. Das lässt sich übrigens gut mit dem letzten Tipp kombinieren. Da zeige ich dir, wie du YouTube und KI beim Lernen einsetzen kannst. Und wenn du es richtig gut machen willst, dann kannst du auch noch die Cornell Methode einsetzen und so noch besser lernen. Was die KI dir ausspuckt, bleibt trotzdem erst hängen, wenn du es selbst aufschreibst – im Cornell Notizbuch A4 ist die Spalte dafür schon vorgedruckt.

Welches Wort macht den Unterschied im Lern-Prompt?

Das Wort „sokratisch“. Der griechische Philosoph war dafür bekannt, seine Gesprächspartner im Dialog zur Erkenntnis geleitet zu haben — genau das verlangst du damit von der KI. Der Chatbot wird dadurch vom Antwortgeber zum Coach, der dein Wissen im Dialog überprüft, statt den Stoff noch einmal zusammenzufassen.

Wie bekomme ich Lernstoff in die KI, der nur auf Papier vorliegt?

Fotografiere die Buchseiten. Alle gängigen KIs nehmen inzwischen Fotos entgegen und transkribieren den Text auf Bitte. Sobald der Text vorliegt, lädst du ihn ins Eingabefenster und setzt den Lern-Prompt darauf an. Getestet wurde das mit ChatGPT und Claude; mit Gemini oder Microsofts Modell dürfte es ebenso gehen.

Wie lautet die Kurzfassung des sokratischen Lern-Prompts?

„Analysiere den Text und beginne danach einen Dialog mit mir, bei dem du in Form der Sokratischen Fragestellung mein Wissen überprüfst.“ Die lange Fassung ergänzt die Bitte, den Inhalt aus möglichst vielen Perspektiven zu betrachten und das Verständnis bis ins Detail sicherzustellen. Beide Varianten funktionieren.

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Kommentare

4 Kommentare zu „lernen mit KI: Dein Hirn wird diesen Pro-Tipp lieben.“

  1. […] lernen mit KI: Dein Hirn wird diesen Pro-Tipp lieben. […]

  2. […] Überwachung des Lernfortschritts: Reflektiere regelmäßig über dein Verständnis und deinen Fortschritt. Stelle dir Fragen wie: „Verstehe ich den Stoff wirklich? “ oder „Welche Bereiche bereiten mir noch Schwierigkeiten?“ Durch diese Selbstüberprüfung kannst du frühzeitig erkennen, ob Anpassungen notwendig sind. Dafür kannst du übrigens auch mit dem Chatbot deines Vertrauens zusammenarbeiten. Zum Beispiel mit diesem Prompt oder in dem du das Elektronengehirn deiner Wahl in einen sokratischen LehrerIn promptest. […]

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